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Nahrungsmittelverluste

 

Hintergrund (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Rund 20 bis 40 Prozent aller in der Schweiz produzierten Kartoffeln gehen für den menschlichen Konsum verloren. Genaue Angaben über Ausmass und Ursache dieser Einbussen fehlen jedoch. Damit die Kartoffelverluste reduziert werden können, werden die Prozesse der Kartoffelproduktion vom Anbau über die Verarbeitung bis auf den Teller untersucht. Dabei wird insbesondere auch der Frage nachgegangen, inwieweit die inländischen Qualitätsstandards zu den Ausfällen beitragen.

Ziel

Das Projekt entwickelt Strategien, wie Kartoffelverluste entlang der gesamten Verarbeitungskette vom Feld bis zum Endkonsumenten in der Schweiz vermieden werden können. Bisher bestehen keine Daten, die eine solche Analyse erlauben. Deswegen nehmen die beteiligten Forschenden stichprobenhaft Erhebungen vor, die Einbussen bei Frischkartoffeln, in der Verarbeitung, bei der Lagerung und im Verkauf erkennbar machen. Ausserdem wird untersucht, in welchem Umfang Qualitätsstandards Verluste fördern und inwiefern Verbraucher andere Standards akzeptieren würden, die mit geringeren Einbussen einhergehen würden. Dabei werden mit Ökobilanzierung, Vollkostenrechnung und agentenbasierter Modellierung verschiedene Methoden angewendet, um eine möglichst umfassende Bewertung der Nachhaltigkeit der Lieferketten für Kartoffelprodukte zu erreichen. Die Projektbeteiligten arbeiten aktiv mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Produktions- und Verkaufsstufen zusammen, damit möglichst umsetzbare und akzeptierte Lösungen gefunden werden können.

Bedeutung

Aufgrund der Ergebnisse der Studie können die Ursachen für Verluste in der Kartoffelproduktion erkannt und Massnahmen für eine nachhaltigere Nahrungsmittelproduktion in der Schweiz getroffen werden. Insbesondere könnte das Projekt eine Anpassung der Qualitätsstandards anregen.

Originaltitel

POM-Q: Strategies for reducing food losses in potato-product supply chains: Implications of different quality standards

Projektleitung

  • Dr. Gabriele Mack, Agroscope, Forschungsbereich Wettbewerbsfähigkeit und Systembewertung
  • Dr. Andreas Keiser, Berner Fachhochschule
  • Prof. Dr. Michael Siegrist, ETH Zürich

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Dr. Gabriele Mack Agroscope Forschungsbereich Wettbewerbsfähigkeit und Systembewertung 8356 Ettenhausen +41 52 368 32 15 gabriele.mack@agroscope.admin.ch