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Salzkonsum

 

Hintergrund (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Erhöhte Salzzufuhr ist ein Risikofaktor für Herzkreislauf-Krankheiten. Die Schweizer Salzstrategie strebt deshalb eine schrittweise Senkung des Salzkonsums auf die international empfohlenen fünf Gramm pro Tag an. Untersucht werden die Auswirkungen von verschiedenen Massnahmen für einen reduzierten Salzkonsum bei Testpersonen, die ihre Mahlzeiten regelmässig in Personalrestaurants einnehmen.

Ziel

Viele Erwerbstätige essen regelmässig im Personalrestaurant eines Unternehmens zu Mittag. Die Studie untersucht, wie die Salzaufnahme und damit verbunden der Blutdruck der erwerbstätigen Bevölkerung durch Massnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gesenkt werden können. Dazu wird der Salzgehalt im Speiseangebot von Personalrestaurants freiwilliger Unternehmen im Verlaufe eines Jahres stufenweise reduziert. Parallel dazu erhalten Küchenpersonal sowie Konsumentinnen und Konsumenten theoretische und praktische Informationen zu gesunder Ernährung. Diese Massnahmen sollen die Studienteilnehmenden motivieren und sie gezielt bei einer schrittweisen Verbesserung ihrer Fertigkeiten, Einstellungen, Zubereitungs- und Essgewohnheiten unterstützen. Der Salzgehalt der angebotenen Mahlzeiten wird im Labor untersucht. Ebenso werden die Salzaufnahme, der Blutdruck, das Gewicht, die Grösse und die Gesundheitskompetenz der Studienteilnehmenden gemessen. Schliesslich werden die Ergebnisse mit jenen von Unternehmen verglichen, die ihr Angebot nicht verändert haben.

Bedeutung

Das Projekt liefert neue Erkenntnisse darüber, welche Faktoren die Umsetzung gesundheitsfördernder Massnahmen in Unternehmen und Personalrestaurants fördern oder behindern. Das Projekt wird aufzeigen, inwiefern die allgemeine Gesundheit kostengünstig gefördert werden kann. Anhand der Ergebnisse können Massnahmen zur Reduktion der Salzaufnahme hinsichtlich praktischer Relevanz und Übertragbarkeit beurteilt werden. So können umsetzbare Verpflegungs- und Schulungskonzepte erstellt und auf politischer, unternehmerischer und individueller Ebene weitere Aktivitäten zur Förderung eines gesunden Lebensstils entwickelt werden.

Originaltitel

Environmental and educational intervention in communal catering to lower salt intake in the Swiss working population

Projektleitung

  • Sigrid Beer-Borst, Universität Bern, Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM)
  • Kathrin Sommerhalder, Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Sigrid Beer-Borst Universität Bern Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) Finkenhubelweg 11 3012 Bern +41 31 631 38 04 sbeer@ispm.unibe.ch