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Mirdiet

 

Hintergrund (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Es ist unbestritten, dass die Ernährung die Gesundheit beeinflusst. Wie genau das passiert ist jedoch von Person zu Person verschieden: Genetische Disposition, persönlicher Stoffwechsel und Umweltfaktoren spielen eine Rolle. Heute fehlen nach wie vor genaue Methoden, um die Auswirkungen der Ernährung zu messen. Anhand von neuen Biomarkern lassen sich die gesundheitlichen Folgen der Ernährung besser beobachten und für einzelne Bevölkerungsgruppen genauer voraussagen.

Ziel

Ziel des Forschungsprojekts ist es, im menschlichen Körper neue genetische Biomarker zu finden, die Hinweise über gesundheitliche Auswirkungen der Ernährung geben. Der Fokus liegt dabei auf bestimmten Molekülen der RNA, den sogenannten microRNA. Diese nichtkodierenden Ribonukleinsäuren zirkulieren im Blut und spielen eine Rolle bei der Genregulation. Die Studie analysiert an freiwilligen Testpersonen, wie sich Umstellungen der Ernährung auf verschiedene microRNA auswirken. Unter anderem wird untersucht, wie die Genbausteine auf sehr energiereiche sowie auf sehr kalorienarme Kost reagieren. Weitere Tests zielen darauf ab, Gen-Biomarker zu finden, die auf die Einnahme von Polyphenolen, Eiweissen sowie Veränderungen des Blutzuckerspiegels empfindlich sind. Das Projekt ist Teil der europäischen Joint Programming Initiative „A healthy diet for a healthy life“. Mehrere Forschungsgruppen aus der Schweiz sowie aus Frankreich und Holland arbeiten zusammen.

Bedeutung

Anhand genetischer Biomarker lassen sich gesundheitsrelevante Folgen der Ernährung für den menschlichen Körper genauer beobachten. Das Forschungsprojekt prüft an verschiedenen microRNA, ob diese als Massstab dienen können. Damit liefert die Studie neue Grundlagen, um in Zukunft Empfehlungen für eine gesunde Ernährung besser auf einzelne Bevölkerungsgruppen zuschneiden zu können.

Originaltitel

Circulating microRNAs as markers of dietary intake

Projektleitung

  • Prof. Dr. François Pralong, Universität Lausanne
  • Prof. Dr. Luc Tappy, Universität Lausanne
  • Dr. Jörg Hager, Nestlé Institute of Health Sciences

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Dr. François Pralong Universität Lausanne Faculté de biologie et médecine Quartier UNIL-CHUV Rue du Bugnon 46 1011 Lausanne +41 21 314 06 19 francois.pralong@unil.ch