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Soziale Ungleichheit

 

Hintergrund (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Die Studie untersucht Ernährungsmuster in der Westschweizer Bevölkerung sowie deren Trends im Laufe der Zeit. Dazu werden objektive Messverfahren für die Nahrungsaufnahme auf individueller Ebene verwendet. Anhand sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen wird ausserdem untersucht, inwiefern sozioökonomische Unterschiede gesundheitsschädliches Verhalten wie ungesunde Ernährung, Rauchen, Rauschtrinken oder körperliche Inaktivität bestimmen.

Ziel

Fetthaltiges, energiereiches Essen oder eine Ernährung mit einem hohen Anteil an verarbeiteten Kohlenhydraten gelten als wichtige Ursachen für die zunehmende Ausbreitung von chronischen Krankheiten wie Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs oder Übergewicht. Die Ernährung der Schweizer Bevölkerung ist alles andere als optimal. Jüngste Ergebnisse zeigen, dass Ernährungsrichtlinien wenig befolgt werden. Menschen aus benachteiligten gesellschaftlichen Schichten ernähren sich tendenziell ungesünder als Angehörige von sozioökonomisch besser gestellten Gesellschaftsgruppen. Das führt zu grossen sozioökonomischen Unterschieden bei ernährungsbedingten Krankheiten. Ziel des Projekts ist es, einerseits die gegenwärtigen Ernährungsmuster der Westschweizer Bevölkerung zu beschreiben und andererseits, die sozioökonomischen Faktoren der Essensgewohnheiten zu erforschen. Zu diesem Zweck verwendet die Studie Daten aus verschiedenen Umfragen (CoLaus-Studie aus Lausanne, Bus Santé aus Genf und die Nationale Ernährungserhebung der Schweiz).

Bedeutung

Angesichts der mangelhaften Datenlage in der Schweiz ist die epidemiologische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung der Studie hoch. Die neuen Daten über Nahrungsqualität und Ernährungsverhalten können in späteren Studien mit anderen Schwerpunkten wie beispielsweise Genmarkern oder Lebensgewohnheiten wiederverwendet werden. Daher hat die Studie ein hohes Potential, auch weiterführende Informationen über Ernährungsmuster und deren gesundheitlichen Auswirkungen in der Schweiz hervorzubringen.

Originaltitel

Dietary intake in the Swiss French-speaking population: Socio-economic determinants of dietary intake in the Swiss French-speaking population

Projektleitung

  • Prof. Pedro Marques-Vidal, Universität Lausanne
  • Prof. Dr. Murielle Bochud, Universität Lausanne
  • Dr. Idris Guessous, Universitätsspital Genf

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Pedro Marques-Vidal Institut Universitaire de Médecine Sociale et Préventive 17, rue du Bugnon 1005 Lausanne +41 21 314 72 65 Pedro-Manuel.Marques-Vidal@chuv.ch