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Gesunde Schweine

 

Hintergrund (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Die Fleischproduktion trägt zu Umweltproblemen wie globaler Klimaerwärmung oder Überdüngung bei. Daneben kann Nutztierhaltung eine Quelle von antibiotikaresistenten Bakterien sein – so auch bei der Produktion von Schweinefleisch. Vergleiche zeigen aber, dass kurzfristig grosses Verbesserungspotential besteht. Das Projekt zeigt marktorientierte Massnahmen auf, wie Schweinefleisch ressourceneffizienter und mit einem geringeren Einsatz von Antibiotika produziert und gleichzeitig die Fleischqualität sowie das Wohl des Tieres verbessert werden können.

Ziel

Fleisch ist ein geschätzter und ernährungsphysiologisch wertvoller Bestandteil der menschlichen Ernährung. So wird auch in der Schweiz ein hoher Anteil an Schweinefleisch konsumiert. Allerdings trägt die Fleischproduktion zu Umweltproblemen wie globaler Erwärmung oder Überdüngung bei. Ebenso kann die Nutztierhaltung zur Entwicklung von bakteriellen Antibiotikaresistenzen führen. Daten aus der Praxis zeigen, dass in der Schweizer Schweinefleischproduktion diesbezüglich grosse Unterschiede zwischen einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben bestehen. Dies deutet darauf hin, dass bereits kurzfristig beträchtliche Verbesserungen möglich sind, wenn bestehendes Wissen über Ressourceneffizienz und Reduktion des Antibiotika-Einsatzes umgesetzt wird. Daneben können bestimmte Massnahmen in der Fütterung und bei der Fleischgewinnung den Genusswert und die ernährungsphysiologische Qualität von Schweinefleisch verbessern und dem Produkt einen höheren Wert verleihen. Das Ziel dieses Projektes ist die beispielhafte Entwicklung und Etablierung einer Schweinefleischproduktion, bei der die negativen Umwelteinflüsse und der Einsatz von Antibiotika über die gesamte Wertschöpfungskette verringert werden können. Dabei soll die Tiergesundheit gefördert und der Tierschutz weiter verbessert werden. Die herausragende Qualität der erzeugten Produkte soll die Akzeptanz bei den Verbrauchern und damit den Erfolg am Markt sicherstellen.

Bedeutung

Das Projekt bietet Ansätze, wie Schweinefleischproduzenten den Forderungen der Schweizer Bevölkerung nachkommen können und auf dem Markt wettbewerbsfähig bleiben. Neben produktionstechnischen Massnahmen werden Faktoren analysiert, welche die Landwirte in ihren Entscheidungen beeinflussen. Auf dieser Grundlage können Beratungskonzepte entwickelt werden, welche rascher zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und zu geringerem Einsatz von Antibiotika in der Schweineproduktion führen.

Originaltitel

Healthy Pork from Sustainable Production Systems – developing basic knowledge and skills of implementation

Projektleitung

  • Prof. Dr. Peter Spring, Berner Fachhochschule
  • Dr. Andreas Hofer, SUISAG
  • Dr. Stefan Neuenschwander, ETH Zürich
  • Dr. Martin Scheeder, Berner Fachhochschule
  • Dr. Sandra Senti Grieder, Berner Fachhochschule
  • Dr. Xaver Sidler, Universität Zürich

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Dr. Peter Spring Berner Fachhochschule Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL Länggasse 85 3052 Zollikofen +41 31 910 21 61 peter.spring@bfh.ch