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Empfehlungen für eine nachhaltige und gesunde Ernährung

 

Wie können wir uns nachhaltig und gleichzeitig gesund ernähren? Antworten auf diese Frage sucht das interdisziplinäre Projekt, das verschiedene Szenarien für das Ernährungsverhalten der Schweizer Bevölkerung bis im Jahr 2050 untersucht. Es analysiert die ernährungsbedingten Folgen für die öffentliche Gesundheit und für eine nachhaltige Gesellschaft. Es resultieren Empfehlungen, die dazu beitragen können, die Kosten für Umwelt, Gesellschaft und öffentliche Gesundheit zu senken.

Hintergrund (laufendes Forschungsprojekt)

Die Ernährung hat weitreichende Konsequenzen für unsere Gesellschaft: Einerseits wirkt sich die Art und Weise, wie Nahrungsmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Andererseits hängen viele verbreitete Krankheiten mit der Ernährung zusammen. Die künftige Ernährung muss darum sowohl Aspekte der Nachhaltigkeit als auch der Gesundheit berücksichtigen. Das interdisziplinäre Projekt analysiert Synergien und Zielkonflikte zwischen den beiden Feldern. Es zeigt verschiedene Szenarien auf und liefert Strategien, um die Ernährung in der Schweiz gesünder und gleichzeitig nachhaltiger zu gestalten.

Ziel

Die Untersuchung bewertet, wie sich die Ernährung der Schweizer Bevölkerung auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft sowie auf die öffentliche Gesundheit auswirkt. Das interdisziplinär zusammengesetzte Forschungsteam geht dabei wie folgt vor:

  • Eine statistische Analyse verdeutlicht das Ernährungsmuster der Schweizer Bevölkerung und die damit verbundenen gesundheitlichen Folgen.
  • Anhand von Szenarien wird untersucht, wie die Ernährung im Jahr 2050 aussehen könnte; die Forschenden prüfen diese in punkto Nachhaltigkeit und Gesundheitsrelevanz.
  • In einem integrierten Modell testen die Forschenden, wie sich Massnahmen wie Informationskampagnen, Regulierungen oder Besteuerung auf die öffentliche Gesundheit und auf die Nachhaltigkeit der Ernährung auswirken.

Aus den Resultaten werden zielgruppenspezifische Empfehlungen für die Ausgestaltung einer nachhaltigen und gesunden Ernährung abgeleitet.

Bedeutung

Das Projekt betrachtet erstmals in einem ganzheitlichen Ansatz die Folgen der Ernährung für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft im In- und Ausland sowie für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung. Es analysiert verschiedene Entwicklungen im Ernährungsverhalten und die damit verbundenen Konsequenzen bis im Jahr 2050. Auf Basis von Zukunftsszenarien identifizieren die Forschenden Synergien und Zielkonflikte zwischen Nachhaltigkeit und öffentlicher Gesundheit. Mit den resultierenden Empfehlungen für Entscheidungsträger und Konsumenten trägt das Projekt dazu bei, die durch die Ernährung verursachten Kosten für Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit zu senken.

Originaltitel

Sustainable and healthy diets: Trade-offs and synergies

  • Betrag: CHF 875'448
  • Dauer: 24 Monate

Projektleitung

  • Dr. Matthias Stolze, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
  • Dr. Birgit Kopainsky, Flury & Giuliani GmbH
  • Dr. Carsten Nathani, Rütter Soceco AG
  • Prof. Dr. Christine Brombach, Zürcher Hochschule der angewandten Wissenschaften
  • Dr. Sabine Rohrmann, Universität Zürich
  • Dr. Rolf Frischknecht, Treeze GmbH

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Dr. Christian Schader Departement für Sozioökonomie
Leiter Nachhaltigkeit
Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
Ackerstrasse 113 5070 Frick +41 (0)62 865 04 16
Fax +41 (0)62 865 72 73
christian.schader@fibl.org